Reise Blog VON UNTERWEGS | von Reiseblogger Christoph Pfaff

von Unterwegs
15. Mai 2012, 15:05 Uhr

 
Videoblog: Australien Reise 3/4 – Great Barrier Reef, Whitsunday Islands und Whitehaven Beach

Australien Reise, Great Barrier Reef, Queensland, Reise TV

 

 

Hendrik Burkhard, ein fantastischer Musiker und guter Freund von mir (mit dem ich auch schon Musik machen durfte), hat es einmal auf den Punkt gebracht: “Manchmal wünsche ich mir ein besseres Gehirn!”

 

Er war vor einigen Jahren mit seiner Ex-Band One Fine Day auf Japan-Tour und fuhr gerade durch die Straßenschluchten Tokios, als er feststellte, dass er diese ganzen exotischen Eindrücke, diese Wahnsinnsmomente nicht wirklich greifen kann.

 

Mir ging es genauso, als ich auf der Australien Reise im April mit meiner Reisecrew einen unglaublich schönen (aber auch unglaublich teuren) Tagestrip mit einem Wasserflugzeug von Air Whitsunday machen durfte. Wir sind im Backpacker-Nest Airlie Beach gestartet, über die grünen Inselhänge der Whitsunday Islands geflogen und haben einen astreinen Touchdown auf dem Außenriff des Great Barrier Reef hingelegt.

 

Nach ‘ner Runde Schnorcheln und ‘nem Sektchen ging es weiter an den Whitehaven Beach, den vielleicht schönsten Strand der Welt. Wie um alles in der Welt soll ein Gehirn diesen optischen Wahnsinn verarbeiten? Naja, entweder man liest Ratgeber gegen Vergesslichkeit… :-) Oder man steckt eine Kamera ein. Das hilft beim Erinnern.

 

 

Ich hatte euch ja versprochen, mich auf die Suche nach dem Paradies zu machen – ob ich es gefunden habe, könnt ihr jetzt beim Gucken des neusten Videoblogs selbst entscheiden:

 


 

Dieser Artikel wurde gesponsert.

Danke an Global Spot, Tourism Queensland und Britz Maui, die diese Reise ermöglicht haben.

 

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10. Mai 2012, 12:05 Uhr

 
Rucksack, Reiseführer, Portemonnaie – Großes Australien Gewinnspiel!

Australien Reise, Geschichten, Queensland, Reise TV

 

 

Wenn man schon mal so weit reist, dann kann man auch gefälligst was mitbringen, dachte ich mir, während wir (meine Reisecrew und ich) Ende April Australiens Ostküste mit dem Camper abgerissen haben. Also hab ich mich mit Tourism Queensland in Verbindung gesetzt, ob wir da nicht irgendwas Cooles auf die Beine stellen können.

 

Logo, haben sie gesagt!

 

Wie ihr wisst, war meine Reise TV Kamera auf der Tour in jeder Sekunde dabei – und wenn ihr beim Schauen des aktuellen Videoblogs “Koalas, Kängurus und die geheimnisvollen Mokes” genau aufpasst, dann habt ihr jetzt die Chance auf ein spitzenmäßiges Queensland-Paket:

 


 

 

Der Gewinn

 

Das Queensland-Paket besteht aus fulminanten Preisen: Mit dabei ist ein cooler Queensland-Rucksack, der Reiseführer “Naturzeit Australien – 101 sehenswerte Nationalparks inklusive Tier- und Pflanzenführer”, ein Flaschenkühler von Britz, ein Shirt vom Cairns Triathlon, ein Queensland-USB-Stick, ein Queensland-Lederportemonnaie, Sonnencreme 30+ von Britz und ein kleiner Kuschel-Koala mit Bumerang in der Hand.

 

 

Wie ihr gewinnen könnt

 

Teilnahme über Facebook:

01. Schaut euch das Video “Koalas, Kängurus und die geheimnisvollen Mokes” an und achtet auf die Details.

02. Klickt auf der Facebook-Seite von Von Unterwegs auf “Gefällt mir” und teilt das oben stehende Video auf eurer Facebook-Pinnwand.

03. Schickt die Antwort auf die Frage “Was habe ich auf der Fähre nach Magnetic Island in der Hand?” an die E-Mail-Adresse Post@VonUnterwegs.com.

 

Teilnahme über Twitter:

Retweetet die Nachricht von @_vonunterwegs: “RT das Video von Christophs Australien-Reise & gewinne ein cooles Queensland-Paket! http://www.youtube.com/watch?v=xOBRB1SXxx8”

 

Einsendeschluss ist am Mittwoch, den 16. Mai 2012, um 12 Uhr mittags. Unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung lose ich den Gewinner aus.

 

Viel Erfolg!! :-)

 

+++ EDIT: Das Gewinnspiel ist beendet. +++ Der Gewinner heißt Patrick Baur. +++ Danke an euch alle fürs Mitmachen! +++

 

 

Teilnahmebedingungen:

01. Alle Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
02. Familienmitglieder sowie Geschäftspartner von Christoph Pfaff, bzw. alle, die geschäftlich mit dieser Verlosung zu tun haben, können nicht daran teilnehmen.
03. Die Aktion findet zwischen Donnerstag, dem 10. Mai 2012, 12 Uhr und Mittwoch, dem 16. Mai 2012, 12 Uhr statt.
04. Alle nach Ablauf der Frist empfangenen oder bearbeiteten Teilnahmen werden nicht akzeptiert. Mit der Teilnahme an der Verlosung erklärt sich die Person zur Teilnahme bereit.
05. VonUnterwegs.com übernimmt keine Verantwortung für verloren gegangene, verspätete oder fehlgeleitete Teilnahmen bzw. Teilnahmen, die aus technischen oder anderen Gründen nicht bei VonUnterwegs.com eingehen.
06. Nur eine Teilnahme pro Person.
07. Der Gewinner wird per Losentscheid ermittelt.
08. Der Gewinner wird innerhalb von 7 Tagen via Direkt-Nachricht auf Facebook bzw. Twitter informiert und am 16. Mai 2012 auf VonUnterwegs.com und der Facebook-Seite von Von Unterwegs bekannt gegeben.
09. Der Gewinner muss seinen vollständigen Namen sowie eine Post- und E-Mail-Adresse angeben.
10. Eine Barauszahlung des Preises ist nicht möglich.
11. Alle persönlichen Informationen unterliegen den üblichen Datenschutzrichtlinien.
12. VonUnterwegs.com behält sich das Recht vor, einen neuen Gewinner zu bestimmen, sollte der Gewinner innerhalb von 14 Tagen nicht kontaktiert werden können.
13. VonUnterwegs.com behält sich das Recht vor, einzelne Teilnehmer von der Verlosung auszuschließen.
14. Dieses Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook oder Twitter und wird in keiner Weise von Facebook oder Twitter gesponsert, unterstützt oder organisiert.

 

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07. Mai 2012, 13:05 Uhr

 
Videoblog: Australien Reise 2/4 – Koalas, Kängurus und die geheimnisvollen “Mokes”

Australien Reise, Queensland, Reise TV

 

 

Das war schon ein bisschen schade, als ich vor zwei Jahren zum ersten Mal auf Australien Reise war: Das erste Känguru, das ich damals zu sehen bekam, war ein lebloser Haufen Eingeweide am Straßenrand. Umso dringender war natürlich der Wunsch, im Laufe der Reise nochmal ein echtes, ein lebendiges, ein hüpfendes zu sehen.

 

Das hatte dann zum Glück auch geklappt. Deshalb dachte ich, dass ich es jetzt beim erneuten Besuch in Australien nicht ganz so eilig haben würde, wieder ein Känguru zu sehen. Grundsätzlich hab ich’s eher weniger mit Knuddeltieren.

 

Aber das macht Australien ja letztlich aus, diese ganz eigene Tierwelt: Kängurus, Koalas, Wombats… und dann schmecken Kängurus auch noch so unfassbar gut! :-)

 

Nur was die sogenannten “Mokes” sein sollten, wusste ich nicht so genau, als wir von Townsville auf die urige, grüne Magnetic Island übersetzten und es dort mit dieser Spezies zu tun bekommen sollten.

 

Ich hatte eine Vermutung, worum es sich handeln könnte – und wurde doch eines besseren belehrt:

 


 

Danke an Global Spot, Tourism Queensland und Britz Maui, die diese Reise ermöglicht haben.

 

 

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03. Mai 2012, 09:05 Uhr

 
Schlaflos am Great Barrier Reef – oder: Jetlag als Diätmethode

Australien Reise, Geschichten, Great Barrier Reef, Queensland

 

 

Um 5:20 Uhr geht nichts mehr. Ich gebe es auf, meinen von tropischem Schweiß klebrigen Körper von der einen Bettkante zur anderen zu wälzen. Ja, wenn man – wie bei der Nachtruhe üblich – ein Auge zudrückt, kann man vielleicht sogar davon sprechen, dass ich mich in den letzten sieben Stunden in einem schlafähnlichen Zustand befand.

 

Genau genommen hat sich der gestrige Tag über drei Tage erstreckt. Am Montag habe ich in Frankfurt die Qantas-Maschine nach Singapur bestiegen, bin am Dienstag Nachmittag gelandet und habe mir den fünfstündigen Stopover im Open-Air-Dachpool vertrieben, bevor es – erneut über Nacht – nach Brisbane und am Mittwoch schließlich hoch nach Cairns, der Hochburg für Touren zum Great Barrier Reef, ging. Insgesamt 37 Stunden von Haustür zu Haustür.

 

In welchem Zustand also befindet sich mein jetlag-geschüttelter Körper gerade? Ist es Nacht, ist es Tag – oder will ich einfach nur kotzen? Ich erinnere mich, dass vor dem Einschlafen nicht einmal mehr die Zahnpasta ihren Weg auf die Bürste fand, sondern wegen mangelndem Zielvermögen und schielender Augen direkt im Waschbecken landete. Keine Minute später verlor ich das Bewusstsein.

 

Warum bloß tut man sich die Strapazen einer Reise nach Australien an? Na klar, weil das andere Ende der Welt entdeckt werden will! Das Programm meiner bevorstehenden Camper Reise, 2.000 Kilometer die Ostküste nach Süden, sieht neben jeder Menge Freiheitsmomenten einen SeaWalk mit Taucherglocke am Grund des bunt-schillernden Riffmeers vor (siehe Videoblog Australien Reise 1/4), einen Flug im Wasserflugzeug über das Great Barrier Reef mit Landung vor dem Whitehaven Beach, einem der schönsten Strände der Welt. Und auch der faszinierende Regenwald und die unglaublichen Uferzeilen von Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt, würde ich mir in den nächsten acht Tagen mal genauer anschauen.

 

 

Zum guten Ton eines Mittelklassehotels gehört, dass man sich auf seinem Zimmer mithilfe eines Wasserkochers krümeligen Instantkaffee aufbrühen kann. Und so sitze ich nun nur mit Boxershorts bekleidet und einer Tasse Kaffee in der Hand auf meinem schwach beleuchteten Balkon des Rydges Tradewinds in Cairns und starre in die Dunkelheit. Ein paar Konturen zeichnen sich bereits ab: Unten wiegen sich Palmenwedel im Wind, dahinter wellt sich ruhig das Wasser, das Great Barrier Reef, der offene Pazifik.

 

Ich lasse meinen Blick schweifen und entdecke auf dem Balkon gegenüber einen Mann, der ebenfalls nur mit Unterbüx und Kaffeetasse bekleidet ist. Wir prosten uns zu. Brüder im Geiste. Oder: im schlaflosen Körper. Es kann keine Rede davon sein, dass der Kaffee besonders gut schmeckt. Wie auch, wenn man irgendwo zwischen unbändigem Hungergefühl und dauerhaftem Kotzreiz pendelt.

 

Wer weiß – vielleicht ist das ja eine effektive Diät-Methode, die ich mal auf dem Markt etablieren sollte. Man kauft sich ein Round-The-World-Ticket und fliegt einmal um die Erde, inklusive fünf Zwischenstopps in verschiedenen Zeitzonen. Wichtig ist, dass jeder Stopover nicht länger als anderthalb Tage dauert, damit sich der Körper nicht auf die jeweilige Zeitzone einstellen kann. Schnell wieder rein ins Flugzeug und die An-Bord-Mahlzeiten dankend ablehnen, weil man ja in diesem Zwischenmoment von Hunger und Übelkeit gefangen ist. Nach zehn Tagen landet man wieder zu Hause und hat, sagen wir mal, zehn Kilo verloren. Das klingt gut. Zehn Kilo in zehn Tagen – oder wie ich es nennen würde: Fett weg durch Jetlag.

 

Eine Schar von Tropenvögeln, die durch die U-Form des Hotels fliegt, unterbricht die frühmorgendliche Stille und reißt mich aus meinen wirren Gedanken. In diesem Augenblick schält sich die tiefrote Sonne aus dem Meer und bringt den Himmel und das Riff zum Leuchten.

 

 

Ich nehme einen tiefen Schluck Instantbrühe, reibe mir die Augen und kann nicht fassen, wo ich gerade bin. Weder zeitlich, noch geografisch und schon gar nicht emotional. Ich weiß nur eins: Diese Reise wird groß!

 

 

 

Das zweite von vier Reise TV Videos, in dem ich es mit der – mir bis dato unbekannten – Spezies der „Mokes“ zu tun bekomme, geht am kommenden Montag, den 07. Mai online. Es wird schrill!

 

 

Danke an Global Spot, Tourism Queensland und Britz Maui, die diese Reise ermöglicht haben.

 

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30. April 2012, 12:04 Uhr

 
Videoblog: Australien Reise 1/4 – Great Barrier Reef, Bumerang und Aborigines

Australien Reise, Great Barrier Reef, Queensland, Reise TV

 

 

Gar nicht so einfach. Während im Hintergrund der erste Videoblog aus Down Under hochlädt, sitze ich vor meinem Rechner und suche die richtige Einleitung, die passenden Worte für den ersten Blogpost über meine Australien Reise.

 

Seit Freitag bin ich wieder da, tonnenschwere Eindrücke im Gepäck, die ich jetzt – drei Tage später – noch gar nicht in Worte fassen kann. Ja, na klar – ich weiß, worum es im ersten Video geht. Schließlich habe ich den ganzen Morgen mit dem Schneiden verbracht.

 

2000 Kilometer lagen vor uns, als wir uns in Cairns in unseren Maui Camper gesetzt und auf den Weg nach Süden gemacht haben. Auf der ersten Etappe nehme ich euch mit auf einen SeaWalk ins Great Barrier Reef, bei dem man eine 40-Kilo-Taucherglocke auf den Schultern hat. Außerdem stoppen wir an einer Aborigines Station und lassen uns von einem (schwergewichtigen) Profi zeigen, wie man einen Bumerang wirft.

 

Soweit die Fakten. Aber sind das wirklich die Worte, die dieses Paradies namens Queensland verdient? Ich bin grad überfragt. Die Berichterstattung über die Reise wird insgesamt vier Videoblogs umfassen. Jede Woche gibt’s einen neuen. Das heißt, ich habe noch ein bisschen Zeit, um hier im Blog vielleicht doch noch große Worte zu finden.

 

Jetzt erstmal Vorhang auf für den ersten Teil – Von Unterwegs aus Australien:

 

 


 

Danke an Global Spot, Tourism Queensland und Britz Maui, die diese Reise ermöglicht haben.

 

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25. April 2012, 10:04 Uhr

 
Meine New York Reise im Magazin REISE & PREISE

Geschichten, New York Reise, Reise TV

 

 

Es ist schon ‘n Moment her, dass ich auf New York Reise war. Letzten September bin ich eine Woche lang durch die Straßenschluchten des Big Apple gestreunt, um für das Magazin REISE & PREISE die coolen Seiten Manhattans zu entdecken.

 

Seit Anfang April steht die aktuelle Ausgabe nun in den Läden – und darin gibt’s die Antworten auf die Fragen:

 

Wo essen? Wo (bezahlbar) schlafen? Wo shoppen?

Welche geführten Touren lohnen sich?

Wo wird die Nacht durchgefeiert?

Und was gibt’s im teuren New York umsonst?

 

Ein Reiseführer in Kurzform, wenn ihr so wollt – gibt’s ab sofort im gut sortierten Fachhandel.

 

Und jetzt nehm’ ich euch nochmal mit auf meinen Streifzug durch New York – zweigeteilt, weil es dank Breakdance, Gesang und großartiger Aussicht einfach so viel zu sehen gibt:

 


 


 

 

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18. April 2012, 10:04 Uhr

 
Reisebilder – Bei schönstem Wetter in Lissabon unterwegs

Portugal Urlaub, Reisebilder

 

 

Normalerweise bin ich ja alles andere als wortkarg, wie ihr vielleicht kürzlich in meinem Reise TV Videoblog über Lissabon gesehen oder in meiner Geschichte über den manchmal traurig-romantischen Alltag in der Altstadt Alfama gelesen habt.

 

Manchmal kann ich aber auch die Klappe halten und Bilder für sich sprechen lassen. Kann ja auch mal ganz schön sein, vor allem dann, wenn – wie in diesem Fall – das Wetter in Lissabon so wunderbar mitgespielt hat.

 

 

 

Der Blick über die Unterstadt Baixa auf die Burg Castelo de Sao Jorge:

 

 

In der Altstadt Alfama:

 

 

 

 

Und auf der anderen Seite der Unterstadt – im Ausgehviertel Bairro Alto:

 

 

Ruhig und schön ist es draußen in Belém

 

 

 

…wo einst die großen Seefahrer wie Vasco da Gama und Kollegen in See stachen. Der Turm Torre de Belém war stets das letzte, das sie bei ihrem Aufbruch sahen, und das erste, als sie wieder heimkehrten. Schon irgendwie romantisch, oder?

 

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12. April 2012, 10:04 Uhr

 
Lissabons Altstadt Alfama – Über den Alltag und das Leben oder: Egal, wie fremd man ist

Geschichten, Portugal Urlaub

 

Traurige, schöne, rauchende und pinkfarbene Beobachtungen über das Leben und den Alltag in Lissabons Altstadt Alfama während meines einmonatigen Portugal Urlaubs:

 

 

Nur selten sieht man ihr Gesicht. Sie versteckt es meist unter ihrer großen, schwarzen Kapuze. Was man aber sehen kann, sind ihre Hände und Füße, die aus zerschlissenen Lumpen ragen. Sie wurden schon lange nicht mehr gewaschen. Die Lumpen. Und die Hände und Füße. Kennt ihr noch die Taubenfrau vom Central Park aus „Kevin allein in New York“? Es gibt Parallelen. Allerdings hat diese Frau kein Futter für die Tauben, die um sie herum gurren. Sie hat ja nicht mal welches für sich selbst. Nur eines ist immer bei ihr: Heißer, schwarzer Kaffee in einem Pappbecher.

 

So sitzt die Frau dort. Jeden Tag. Auf dem Boden unter den Arkadengängen am Militärmuseum. Das ist ihr Alltag. So wie es mein Alltag ist, auf dem Weg zum Supermarkt, der sich im hellblauen Bahnhofsgebäude Santa Apolónia versteckt, an ihr vorbei zu laufen. Jeden Tag. Interessant, wie schnell man sich in einer anderen Stadt feste Abläufe aneignet. Egal, wie fremd man ist. Egal, wie viele (oder wenige) Menschen man kennt. Man geht seinen Weg. Ich gehe meinen, um mir an der Kuchentheke Gebäck zum Kaffee zu besorgen. Jeden Tag. Danach geht’s wieder zurück in meine kleine Wohnung in der Alfama. Mitten im engen Gassengewirr von Lissabons Altstadt liegt sie im dritten Stock eines windschiefen Hauses, dessen Treppenhaus so eng ist, dass Tine Wittler beim Aufstieg ernsthafte Probleme hätte, sollte sie jemals auf die Idee kommen, diese Wohnung zu renovieren.

 

Jeden Abend um 19 Uhr, sagte mir meine Vermieterin, müsse ich meine volle Mülltüte vor die Haustür stellen. Die Müllabfuhr – in der Alfama aus einem Mann mit Sackkarre bestehend, da es ein Gefährt mit Müllpresse hier ähnlich schwer hätte wie Tine Wittler im Treppenhaus – würde sie dann einsammeln. Und so gehe ich die 39 Stufen noch einmal nach unten. Jeden Abend. Mit einem schwarzen Müllsack in der einen und der letzten Zigarette des Tages in der anderen Hand. Ich rauche am Fuße meiner schmalen Gasse. Oben am anderen Ende sitzt ein Mann an seinem Fenster und raucht auch. Den ganzen Tag. Weiter hinten schießen kleine Kinder mit einem Ball gegen die schiefen Wände. Und gegenüber hängt eine füllige Mamãe pinkfarbene Bettwäsche an das Geländer ihres französischen Balkons. Dabei hört sie Eminem. Jeden Abend.

 

Nur ein Mensch ist um diese Zeit spurlos verschwunden. Ich weiß nicht, wohin sie abends geht. Ich weiß nicht, wo sie schläft. Doch der Alltag eröffnet einem manchmal Dinge, die man ohne ihn nicht herausfinden würde. Egal, wie fremd man ist. Egal, wie viele (oder wenige) Menschen man kennt. Am nächsten Tag gehe ich wieder an der Taubenfrau vorbei und erfahre, warum sie immer einen vollen Pappbecher in der Hand hält. Es sind die Beamten, die gleich neben den Arkadengängen des Militärmuseums in ihrer Polizeistation sitzen. Sie füllen ihn mit heißem, schwarzen Kaffee auf. Jeden Tag. Immer wieder. Ist das nicht schön?

 

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10. April 2012, 10:04 Uhr

 
Videoblog vom Portugal Urlaub: Lissabons Gassen, Aufzüge und Peep Shows

Portugal Urlaub, Reise TV

 

 

Viele meiner Freunde wünschen mir immer “Viel Spaß im Urlaub”, wenn ich mal wieder beruflich unterwegs bin. Ich sag nichts mehr dazu – es ist völlig zwecklos zu behaupten, dass ein Auftrag für ein Reisemagazin o.Ä. in etwa so viel mit Urlaub zu tun hat wie der HSV mit der Meisterschaft. Glaubt mir ja eh keiner.

 

(Falls ihr Interesse an der schmerzhaften Wahrheit über den Beruf des Reisejournalisten habt, lest bitte die Reportage meiner ersten Thailand Reise: Der Fluch des Bottle Beach.)

 

Diesmal verhält es sich allerdings ein bisschen anders, denn: Tatsächlich war meine Reise nach Portugal Urlaub. Zusammen mit meiner Freundin und unserem sechs Monate alten Sohn Emil haben wir uns einen Monat Auszeit genommen und den Januar über in Lissabon verbracht. Einfach mal rauskommen und das neue Familienglück in vollen Zügen genießen, in einer kleinen Ein-Zimmer-Wohnung in der Altstadt Alfama.

 

Trotzdem konnte ich es natürlich nicht lassen, meine Reise TV Kamera mitzunehmen. Die windschiefen Altstadtgassen, die kuriosen Open-Air-Aufzüge, die die Unterstadt Baixa mit der Oberstadt Bairro Alto verbinden, und die traumhafte Uferzeile am Fluss Tejo mussten dann doch gefilmt werden…

 

Dass ich dabei auch auf Peep Shows und Ufftata-Kapellen stoßen würde, hatte ich allerdings nicht geahnt. Ach ja, und gleich zu Beginn habe ich einen (ernstgemeinten!) Tipp für alle Übergewichtigen, die einen Besuch in Portugals Hauptstadt planen:

 


 

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05. April 2012, 10:04 Uhr

 
Top 3 Magic Moments: Meine schönsten Reiseerlebnisse

Australien Reise, Geschichten, Malaysia Reise, Südafrika Reise

 

 

Neulich, auf der Reisemesse ITB Berlin, wurde ich von der Fotografin Smilla Dankert angesprochen, ob sie mich für ihre Seite anders-anziehen.de fotografieren dürfe. Na klar, warum nicht. Im anschließenden Gespräch fragte sie mich, warum ich tue, was ich tue… Reisen. Was ist der Grund, mein Antrieb?

 

Ich weiß gar nicht mehr genau, was meine Antwort war, habe seitdem aber immer mal wieder über diese Frage nachgedacht. Ich glaube, dass ich grundsätzlich keine einzigartigere, ultimativere Antwort habe als andere Menschen, die gerne in der Welt unterwegs sind: Entdeckerlust, Kulturneugier, die Suche nach dem Paradies.

 

Soweit die Theorie – die trockenen Gedanken, wenn man zu Hause in seiner Wohnung sitzt und sich auf die nächste Reise vorbereitet. Unterwegs hingegen sieht es anders aus: Keine trockenen Gedanken, sondern saftiges Erleben. Und dann passiert es einem von Zeit zu Zeit, dass man die Momente erwischt. Diese einmaligen Augenblicke, an die man später, lange nach der Reise, immer wieder denken wird.

 

Meistens weiß man währenddessen nicht, dass diese Situationen in die (persönliche) Geschichte eingehen werden. Aber das ist auch gut so. Sonst würde man sich bewusst auf die Suche nach solchen Magic Moments begeben – und ihnen deshalb wahrscheinlich nicht mehr begegnen. Hier sind meine Top 3:

 

Platz 3: Homestay Malaysia

Zwischen Whoopie Goldberg, Jogginghose und engelsgleichem Muslima-Gewand

 

 

Machen wir uns nix vor: Das Haus auf dem Foto strotzt nur so vor Langeweile. Was soll man da schon erleben? Und tatsächlich gehörten die zwei Tage, die ich hier verbracht habe, zu den – im Wortsinn – langweiligsten meiner dreiwöchigen Südostasien Reise.

 

Ich hatte mich bei Homestay Malaysia angemeldet, um ein paar Tage bei einer malaiischen Familie auf dem Dorf zu verbringen. Dieses Angebot gehört zum offiziellen Programm der nationalen Tourismusbehörde: Familien können sich dafür registrieren lassen, nehmen Gäste bei sich auf, zeigen ihnen ihr Dorf und ihr Leben – und verdienen damit Geld.

 

Meine Gastgeberin war Linda, eine schüchterne, junge Frau mit Kopftuch, die mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester Azreen zusammenwohnt. Sie zeigte mir traditionelle Brettspiele und eine nahegelegene heiße Felsquelle, in der man Eier kochen kann. Sie nahm mich mit in eine lokale Snackfabrik und aß mit mir gewöhnungsbedürftige, aber leckere Speisen wie Nasi Lemak, Telur Rebus und Kuih.

 

Ein ganz besonderer Moment meines Aufenthalts war, als eigentlich mal wieder nichts passierte. Man hatte gerade keine Beschäftigung für mich und setzte mich bei schwülheißen Außentemperaturen in den kühlen Keller vor den Fernseher. Es liefen Klatschnachrichten über Whoopie Goldberg und die Foo Fighters. Im Hintergrund lag Lindas Schwester Azreen in Jogginghose mit aufgesticktem Manchester-United-Logo auf dem Bett.

 

Kurze Zeit später hörte ich aus einem Nebenraum einen tiefen, fast hypnotischen Gesang. Schnell war klar: Der Vater ging seinem muslimischen Freitagsgebet nach. Ich drehte mich um und erschrak fast ein bisschen, als ich schließlich eine betende Gestalt in engelsgleichem Gewand sah. Es war Azreen, die sich umgezogen hatte, um ebenfalls zu beten. Wenige Minuten später saß sie wieder in Jogginghose auf dem Bett, hatte sich von ihrem Koptuch befreit und tippte eine SMS in ihr Handy.

 

Alles normal eben. Alles langweilig. Aber sowas von intensiv.

 

 

Platz 2: Heftiges Gewitter in Südafrika

Von Captain-Morgan-Rum und Jesusliedern

 

 

So sieht das Karongwe Camp in Südafrika nahe des Kruger Parks bei schönem Wetter aus: Spartanisch, aber einladend. Während wir uns ein paar Tage lang zu Afrika Safari Rangern ausbilden ließen, wohnten wir in einfachen Zelten, in denen nicht mehr als ein klappriges Bett und ein Regal standen. Auch hier gilt: Spartanisch, aber einladend – zumindest bei schönem Wetter.

 

Am zweiten Abend saßen wir, Bloggerkollege Johannes Klaus (reisedepesche.de) und ich, mit unseren Ranger-Trainern am Lagerfeuer und tranken Captain Morgan aus Metallbechern. Die Luft war noch warm vom Tag und zog bereits zum Sonnenuntergang mit erhöhter Ambition um unsere Nasen. Von weitem grollte es.

 

“Das wird an uns vorbeiziehen”, sagte Ranger Corné. Wir glaubten ihm – schließlich ist er Naturprofi. Keine fünf Minuten später flog uns das Lagerfeuer um die Ohren. Das Unwetter hatte uns mit voller Breitseite erwischt: Glut fetzte durch die Luft, Baumstämme krachten weiter hinten ins Schwarze, ins Ungewisse.

 

Der Blick ins Zelt, ob noch alles trocken war, kam bereits zu spät. Besonders Johannes’ Zelt hatte es zersäbelt: Das Wasser stand einige Zentimeter hoch, das Regal mit seinen Klamotten war umgefallen, Matratze und Decke trieften.

 

Was blieb uns übrig? Wir retteten Captain Morgan vor Blitz und Donner, stellten uns unter unser Vordach, füllten die Metallbecher wieder auf und sangen Lieder von Jesus und Spirit:

 


 

 

Platz 1: Sonnenaufgang über dem australischen Outback

Mundgeruch und Mumford & Sons

 

 

“Los, hoch mit euch”, rief Guide Sam, als es noch stockdunkel war. “Ihr habt fünf Minuten, dann müssen wir los.” Wir rieben uns die Augen und konnten beim Blick auf die Uhr nicht wirklich glauben, dass wir tatsächlich um 4:30 Uhr nachts aus unseren Schlafsäcken gescheucht werden, um mit dem Bus durchs australische Outback zu fahren.

 

Keine Zeit zum Zähneputzen, nur schnell aufs Klo (means: offenes Feld) und ab dafür. Ich muss dazu sagen, dass man mir wirklich wenig Schlimmeres antun kann, als mich aus dem Tiefschlaf zu reißen und mich in einen nachtkalten Bus zu setzen. Doch Sam wusste, was er tat.

 

Langsam zeichneten sich in der Ferne die ersten Konturen der morgendlichen Welt ab – einer Welt, die auf diesem Kontinent zu Großteilen aus flachem Land und ein paar Sträuchern besteht. Doch mit dem Aufgang der Sonne verwandelte sich das tot geglaubte Outback in einen wunderschönen Ort. Mit noch immer benebeltem Kopf schaute ich aus dem Fenster und sah, wie die Sonne nicht nur den Himmel rotfärbte, sondern auch der Erde ihr schwarzes Nachthemd entriss und die Sicht auf ihr endloses Rot freigab.

 

In dem Moment schaltete Sam das Radio ein – und ich dachte kurz darüber nach, ob ich vor Glück weinen möchte. Der Zeitpunkt war perfekt, es lief “Little Lion Man” von Mumford & Sons, der vielleicht besten Band der Welt. Sowas kann man nicht planen. Sam konnte nicht wissen, dass der Song läuft – und dass ich ihn liebe. Und doch hat er in diesem Moment alles richtig gemacht.

 


 

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Um diese schöne Rubrik am Leben zu erhalten, nominiere ich meine Bloggerfreundinnen Yvonne von JustTravelous und Heike von Köln Format, in ihren Blogs über ihre persönlichen Top 3 Magic Travel Moments zu schreiben.

 

Und auch von euch möchte ich wissen: Wann wart ihr das letzte Mal auf Reisen so richtig geflasht?

 

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